Eine kleine Geschichte oder doch die Wahrheit?
Ein kleines Mädchen Namens Finchen, wachte plötzlich in einer Umgebung auf, die ganz anders als die ihr bekannte Welt war. Sie schaute verblüffend um sich und rieb sich mehrfach die Augen, es konnte nicht glauben was sie alles sah. Alles war farbenfroher, es lag was unbeschreiblich Wohltuendes in der Luft.
Es begann sich umzusehen, es war alles so friedlich und so beruhigend. Es schaute in die Luft und erspähte einen Schwarm Schmetterlinge, so schön wie sie sie noch nie zuvor gesehen hatte. Sie schienen in der Luft vor Freude zu tanzen und Finchen war ganz hingerissen von diesem Anblick. Sie sah Rehe, Füchse, Hasen und Eichhörnchen und noch eine Menge anderer Tiere in der warmen Mittagssonne miteinander spielerisch toben.
Finchen dachte nur, wo bin ich hier, ich muss ja träumen. Es ist doch das Gesetz der Natur, jagen oder gejagt zu werden aber die spielen alle miteinander hier. Finchen traten plötzlich Tränen in die Augen. Es fühlte sich so leicht wie ein Vogel - hier war alles ganz anders - keine Gewalt, keine Krankheiten, keine Unzufriedenheiten, keine Ängste, Neid oder ähnliches. Hier war alles friedlich, fröhlich und glücklich.
Sie legte sich ins Gras und nahm all diese wunderschönen unbeschreiblichen Eindrücke mit jeder Faser ihres Körpers auf. Sie wünschte sich das dieses Gefühl niemals aufhören möge. Sie schloss die Augen und atmete tief ein und wollte am Liebsten nicht mehr ausatmen, nie wieder dieses einmalige Gefühl missen müssen. Aber Finchen wusste nur zu gut, dass das nicht geht dennoch genoss sie es in vollen Zügen.
Eine kurze Zeit später, etwa ein oder zwei Stunden, Finchen wusste es nicht genau, riss sie die Augen auf - es war so grell um sie herum, das sie es durch verschlossene Augen spürte. Dann vernahm sie eine Stimme die fröhlich auf sie nieder rieselte. Hallo kleines Finchen, schön Dich endlich hier zu sehen. Finchen war wie benommen und stotterte nur, wer bist Du und woher weißt Du wie ich heiße? Oh nein, bin ich etwa gestorben? Finchen fing an zu weinen, doch das grelle Licht lachte, aber nein Du kleines dummes Finchen, Du bist nicht gestorben. Ich bin zwar ein Engel aber nicht der, der Dich am Ende Deines Weges begleitet. Ich bin der der Dich auf dem Weg durch das Leben begleitet, Dein Schutzengel.
Finchen hörte schlagartig auf zu weinen und riss die Augen weit auf und begriff gar nichts mehr. Du bist was, mein Schutzengel? Abermals lachte der Engel so fröhlich das man es nicht beschreiben kann. Finchen saß völlig erschöpft und sprachlos im Gras und verstand immer noch nicht was geschehen ist. Aha, sagte es nur, Du bist also mein Engel mein eigener Engel. Finchen befand sich immer noch im Taumel ihrer Gefühle. Ja, genau so ist es, kleines Finchen.
Dann sah Finchen zum Engel auf und fragte, wie das alles geschehen konnte. Der Engel sagte lachend, dieser Ort kleines, ist aus Deinem Herzen entsprungen. Ihr Menschen tragt diesen Ort in euren Herzen aber meistens hinter einer verpanzerten Tür. Wie meinst Du denn das lieber Engel? Ja weißt Du kleines, ihr habt eine andere Vorstellung von der Wahrheit. Eure Wahrheit drückt sich in materiellen Dingen aus, davon seit ihr Menschen jedenfalls überzeugt. Ihr glaubt euer Glück und eure Zufriedenheit erlangt ihr durch materielle Reichtümer.Doch in Wirklichkeit sind das diese komischen Jacken - die man nicht vorne zu macht sondern auf den Rücken. Jetzt musste Finchen lachen, Du meinst die Zwangsjacken, stimmt es lieber Engel? Ist das der Name für die komischen Dinger, diese Jacken? Ja, antwortete Finchen. Ihr Menschen habt schon komische Erfindungen.
Finchen hatte sich wieder beruhigt und wurde ganz neugierig. Du, lieber Engel, was ist denn eigentlich passiert, dass ich an diesem Ort gelangte? Ja, mein kleines, eigentlich ist es ganz einfach und doch kompliziert. Die meisten von euch Menschen möchten irgendetwas in ihrem Leben erreichen, was auch immer sie darunter verstehen. Sie setzen sich ihre Ziele, und ihr ganzes Denken und Handeln läuft in diese Richtung. Irgendwann haben sie erreicht wovon sie träumten. Dann kommt der Punkt, dass sie sich an dem Erreichten nicht richtig erfreuen, weil bei all dieser Anstrengung das wichtigste vergessen wurde - sich selbst.
Das verstehe ich nicht, lieber Engel! Ich bin doch glücklich und auch zufrieden, wie meinst Du denn das, wir haben dabei uns vergessen? Siehst Du liebes Finchen denn nicht, das Du Dir ständig Angst und große Sorgen machst, Du könntest alles wieder verlieren? Ja natürlich lieber Engel sehe ich das, aber meine Angst und Sorgen sind doch berechtigt. Ich habe so hart dafür gearbeitet und ich möchte nicht dass man mir das zerstört. Mein kleines Finchen, der Unterschied zwischen früher und heute ist der, früher hast Du Dein Traum also Dein Ziel in lebhaften Bildern und in bunten Farben in Deinem Kopf als auch in Deinem Herzen fest verankert. Es war Dein Traum und den hast Du Dir so erfüllt wie Du ihn Dir vorgestellt hast. Du hast es erreicht, sogar mehr als das. Und was meinst Du warum, kleines Finchen? Weil Du die Bilder im Kopf und im Herzen getragen hattest. Es gab auch in dieser Zeit Stürme. Aber kein Sturm war so stark das er Deinem Ziel etwas hätte anhaben können. Heute räumst Du der Angst und den Sorgen viel mehr Platz ein als Du es je getan hast.
Behalte doch Deine schönen bunten Bilder so wie Du es Dir gewünscht und Dir immer vorgestellt hast. Vergiss niemals, kleines Finchen, alles was Du Dir vorstellst und siehst, bekommst Du auch. Sei positiv und freue Dich, so wirst Du immer einen für Dich begehbaren Weg finden. Die andere Seite raubt Dir nur die Kraft und macht Dich schwach, mehr nicht.
Schreibe all Deine Ängste und Sorgen auf und dann wirf sie in den Kamin, schau wie sie in Rauch auf gehen und erfreue Dich an diesem Anblick. Fühl Dich frei, lache, lass Freude und Glück wieder die Plätze, wo vorher die Angst und Sorgen saßen, einnehmen. Alles basiert auf Geben und Nehmen. Schenkst Du einem Dein Lachen bekommst DU es erwidert.
Schenkst Du aber jemanden ein verbittertes Gesicht, bekommst Du natürlich auch ein solches zurück. Alles was Du gibst erhältst Du auch. Daher kommt auch der Spruch, tue niemanden etwas an das Du selbst nicht ertragen kannst. Aber das eigentlich Wichtigste habt ihr Menschen immer noch nicht begriffen - und das macht uns Engel sehr traurig - weil wir an eurem Leben nur wenig oder gar nicht teilnehmen dürfen.
Denn unsere Aufgabe ist, euch durch das Leben zu begleiten, helfen und beschützen. Das geht nur, wenn ihr euch für die Liebe und Freude öffnet, denn das sind wir Engel in euren Herzen. Aber diese Tür habt ihr Menschen durch eure Ängste und Sorgen zugesperrt. Nichts kann herein und nichts heraus, euren Gefühlen habt ihr die Zwangsjacken angezogen. Irgendwann gelingt es euch die Tür zu durchbrechen und das liebes Finchen, ist Dir zum Glück passiert, deshalb bist Du hier.
Dieses Glück nehmen leider nicht alle Menschen wahr. Wenn ihr doch endlich begreifen würdet, dass ihr Menschen was besonderes und wunderbares seid und das in Wirklichkeit es die Liebe ist, die euer Leben leben lässt. Dann hätten die Ängste und Sorgen überhaupt keine Chance in eurem Herzen Platz zu finden und so würdet ihr uns Engel hören können. Denn wir lieben euch und sind die besten Ratgeber. Nur leider nehmt ihr uns nicht wahr.
Finchen traten abermals Tränen in die Augen, es hatte sie tief bewegt was der Engel ihr zu sagen hatte. Sie schaute ihn mit Tränen gefüllten Augen an und es tat ihr unendlich Leid das sie von seiner Gegenwart nichts ahnte. Mein lieber Engel alles was Du gesagt hast, verwirrt mich sehr. Auch ich bin traurig, das ich von Dir nichts gewusst habe. Aber das Leben besteht nicht nur aus Sonnenseiten. Es gibt auch schwere Zeiten, die einen in Angst und Kummer versetzen - das kannst auch Du nicht leugnen.
Du hast vollkommen Recht, kleines Finchen, aber vergiss nicht: wir sind die Boten Gottes und Gott allein weiß was ihr Menschen braucht und was euch fehlt. Denn wo die Liebe herrscht, herrscht auch Gott und wir als Boten Gottes wissen euch zu helfen. Ihr dürft nur die Türe zu uns nicht verschlossen halten.
Mein lieber Engel, ich bin Dir für Deine Hilfe sehr dankbar aber wie geht es denn jetzt weiter? Kleines Finchen, lerne die Liebe kennen, lerne sie zu fühlen, schau jeden Menschen mit warmen Augen an. Gib ihm das Gefühl, das er was Besonderes ist. Schau nicht auf seine Fehler, denn von denen hast Du selbst genug, lerne sie zu akzeptieren. Tausche Deine negativen Gedanken durch positive ein. Wenn Du jemanden nicht magst, übe Dich so lange in liebevolle Gedanken bist Du ihm vergeben hast. Vergiss nicht, alles was Du gibst bekommst Du mehrfach zurück. Vergebe Dir und Deinen Mitmenschen, denke immer daran, es gibt keine schlechten Menschen auch in ihnen ist tief verborgen die Liebe innewohnend. Es gibt keine größere oder stärkere Macht als die Liebe, sie muss nur stark sein und darf nicht angezweifelt werden. Dann vermag sie nichts und niemand umzustürzen. Zweifelst Du etwas an, dann ist es gleich auf Sand gebaut und zum Stürzen verurteilt. Also arbeite an Dir jeden Tag mit Freude und entscheide Dich jeden Tag für Dein Glück und für die Sonnenseite, dass mein liebes Finchen, ist der Sinn des Lebens und die Erfüllung.
Nachwort:
Es liegt nur an euch Menschen selbst, für welches Boot ihr euch jetzt und in Zukunft entscheidet. Für das Boot wo die Angst und die Sorgen das Steuer in der Hand halten oder das bunte Boot welches mit Liebe und Freude und vollen Segeln des Glücks gesteuert wird. Ihr entscheidet jeden Tag und jede Minute auf welchem Boot euer Zuhause ist.
Autor dieser liebevollen wahrhaftigen Geschichte ist Bianca Schoop